Chinesisches Spaltkölbchen

Chinesisches Spaltkölbchen

Schisandra chinensis (Turcz.) Baill
Familie Schisandraceae

Herkunft: Russland, fernöstliche Taiga und Bergwälder in Ostasien, im Gebiet Amur, Chabarowsk, auf Sachalin und den Kurilen. Wächst auch in China, Japan und Korea. Schisandra ist eine blattabwerfende Liane mit einer Länge bis zu 10-15 Metern.

Der russische Name ist „Limonnik“ (Lemone-Zitrone)  kommt von dem Duft der Pflanze. Alle Teile der Pflanze riechen nach Zitrone und schmecken bitter-zitronig.

Die chinesische Bezeichnung der Schisandra „Wu Wei Zi“ bezieht sich auf die fünf Geschmacksrichtungen, die die Pflanze hervorbringt. Fünf – das ist eine absolute Seltenheit in der gesamte Pflanzenwelt. Schisandrabeeren schmecken süsslich, säuerlich, bitter, salzig und etwas scharf-beissend. Das Vorhandensein aller fünf Geschmacksrichtungen macht die Schisandra in der TMC zu einem universellen Stärkungsmittel, da im Sinne der traditionellen chinesischen Medizin alle fünf Wandlungsphasen (Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser) vorhanden sind.

Lignane (Chomisine, Y-Schisandrin, Desoxi-Schisandrin etc) sind Hauptwirkstoffe mit adaptogener und tonisierender Wirkung.

Die wunderbaren Heileigenschaften der Schisandra chinensis sind dem Menschen seit über fünftausend Jahren bekannt.

Diese Pflanze hat eine starke positive Wirkung bei der Anpassung des menschlichen und tierischen Organismus an extreme äusserliche Bedingungen: Hitze, Frost, heftige Klimawechsel oder zur Beschleunigung der Akklimatisierung. Die Präparate der Schisandra werden bei Tätigkeiten eingenommen, die enorme physische und psychische Anstrengungen erfordern, (z.B. von Kosmonauten, Piloten, Sportlern, Matrosen auf U-Booten, Seeleuten etc.) Schon im Zweiten Weltkrieg nahmen die russischen Kampfpiloten Schisandrapräparate zur Verbesserung der Sehkraft bei Dunkelheit und als Stärkungsmittel.

In China ist Schisandra schon lange als das älteste und bewährteste Verjüngungsmittel geschätzt. In einem alten Manuskript steht: „Wer Schisandra nimmt, der bekommt seine Falten weg und die Haut wird zart und fest, wie ein Rosenblütenblatt“.

Diese extrem winterharte (verträgt Fröste bis – 50°C), relativ anspruchslose, dekorative Pflanze könnte erfolgleich im eigene Garten angebaut werden. Schisandra gehört fast zu jedem Liebhabergarten in Russland.

Rezept